Explodierende Energiekosten zwingen Hotelbetreiber zur Aufgabe / Schließung schon Ende Juli
LEEGEBRUCH - Das Hotel Leegebruch im Eichenhof steht vor dem Aus. Hotelbetreiber Wolfgang Mielke kündigte an, das Haus zum 31. Juli nach achtjähriger Führung dichtzumachen.
Die zwei festangestellten Mitarbeiter sowie sechs Pauschalkräfte haben bereits ihre Kündigungen erhalten.
„Obwohl wir eine gute Auslastung derzeit haben, muss ich trotzdem diesen bitteren Schritt gehen“, sagte Mielke gestern der MAZ. Die Nebenkosten seien zu hoch, das Hotel sei eine einzige „Energiefressmaschine“. So seien die Mietneben- und Heizungskosten von 2005 bis jetzt um 111 Prozent gestiegen. „Wir haben Kosten wie ein Hotel mit Schwimmbad und Saunalandschaft – dabei haben wir so etwas nicht mal“, klagt Mielke. In den vergangenen zwei Jahren sei so ein Verlust von 70 000 Euro aufgelaufen.
Ohnehin seien die vergangenen Jahre eine wirtschaftliche Achterbahnfahrt gewesen, sagt Mielke. Zwar sei das 32-Betten-Haus relativ gut ausgelastet gewesen und hätte der Jahresumsatz von 200 000 Euro im vergangenen Jahr trotz Krise um 4,5 Prozent zulegen können. Für sein Hotel habe er aber trotzdem keine Perspektive mehr gesehen. Mielke ist enttäuscht, dass die Eigentümer der Lordmount Limited in Douglas (Großbritannien) es ablehnten, die veraltete Heizungsanlage zu modernisieren. Daran änderten auch die Vermittlungsversuche von...(Von Liane Protzmann und Sebastian Meyer)