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O b Hahn, Huhn oder Küken – auf dem Grundstück von Familie Müller findet der Gast das Federvieh in jeder nur erdenklichen Form. Als Blumenstecker, auf Bildern, aus Korbgeflecht, Holz oder Ton. Natürlich finden sich die Tiere auch im Namen wieder: Hühnerhof.
Seit Anfang Mai ist die Gaststätte in Kleinzerlang geöffnet. Damit hat sich Bert Müller einen Traum erfüllt. „Ich wollte schon immer ein eigenes Restaurant haben“, sagt der 38-Jährige. 2002 kaufte der gelernte Koch und Küchenmeister Haus und Grundstück neben seinem Elternhaus. Damals arbeitete er noch als Koch bei der Bundeswehr. 15 Jahre lang war der zweifache Vater dort Küchenchef. Urlaub und Freizeit hat er nach dem Kauf gemeinsam mit Freunden genutzt, sein Eigentum auf Vordermann zu bringen.
Müllers Frau Mandy hat vor vier Jahren den Abschluss zur Betriebswirtin für Hotel und Gastronomie gemacht. „Das war der Punkt, um sich selbstständig zu machen“, sagt Bert Müller. Er arbeitete nicht mehr bei der Bundeswehr. Die vielen Jobangebote, die er bekam, waren überall – nur nicht in der Region. 2003 eröffnete Müller einen kleinen Getränkemarkt. Der wurde gut angenommen. Vor allem Urlauber wissen es zu schätzen, dass sie nach acht Uhr abends Wasser oder Bier kaufen können, so Bert Müller. Jetzt hofft das Ehepaar auf regen Zulauf im neuen Lokal. Für Müllers ist die Marina Wolfsbruch, die ganzjährig geöffnet hat, ein Glück. „So kommen Gäste in den Ort.“
Im ehemaligen Schuppen für Landmaschinen ist ein gemütlicher Gastraum entstanden – natürlich dekoriert mit Hühnern. Die sollen nach dem Willen des Küchenchefs vorrangig auf der Speisekarte zu finden sein – in Form von Geflügelgerichten und Eierspeisen. Das Angebot ist übersichtlich. „Ich bin vom Fach“, sagt Müller. „Bei einer großen Speisekarte kann nicht alles frisch sein.“ Aber der Koch weiß auch, dass Schnitzel „ein Muss“ sind.
Während die Eltern bei Müllers in Ruhe essen, können sich Kinder auf dem kleinen Spielplatz im Garten vergnügen. Dort kann man bei schönem Wetter draußen sitzen – mit Blick auf den Gartenteich. Um den Gemüse- und Kräutergarten kümmert sich Bert Müllers Mutter.Bei seinen Eltern hat er auch schon gekocht – nach Dienstschluss. Diese führten von 1994 bis 98 das Jägerstübchen auf dem Nachbargrundstück. Das mussten sie aus Gesundheitsgründen schließen. Jetzt tritt der Sohn in ihre Fußstapfen.Mandy und Bert Müller haben noch große Pläne. Vor zwei Jahren haben sie einen Holzbackofen im Garten gebaut. Darin will Bert Müller Brot, aber auch mal ein Spanferkel oder eine Pute backen. Müllers planen, ihre Gäste je nach Jahreszeit zu verschiedenen Mottoabenden einzuladen. Das kann ein italienisches Buffet, aber auch mal ein Schlachtefeste sein. Hauptsache, die Gäste kommen, sagen beide.
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