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Spitzenköche servierten Tiroler Maikäfersuppe |
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Tarrenz - Schauplatz der Veranstaltung war die idyllische Waldarena von Inge und Alex Eder in Obtarrenz. Die Protagonisten des Abends lesen sich wie ein Who's who alpenländischer Kochkunst: Mit Josef Viehhauser, Edi Hitzberger, Herwig Sabitzer und Günther Lampert versammelten sich einige der hochdekoriertesten Sterne- und Haubenköche.
Das große Fressen
Das ist nicht mit Geld zu bezahlen. Aber mit Freundschaft. Das berühmte Quartett hat nämlich in Tarrenz einen gemeinsamen Freund - Ferdl Carlin, selbst Koch aus Leidenschaft und immer für ausgefallene Kreationen zu haben. So kochte Carlin die legendären quadratischen Speckknödel beim Symposion Salvesen. Um die Köche auch kulturgeschichtlich auf den richtigen Weg zu bringen, rezitierte Johannes Weinberger aus seiner Sammlung alter Tiroler Rezepte und flocht gekonnt überlieferte Geschichten diverser Fressgelage in klerikalen und adeligen Kreisen ein.
Dazwischen konnte das begeisterte Publikum die von Carlin zubereiteten und von seinen berühmten Kollegen servierten Speisen verkosten. Da gab es Wildkräuterstrudel mit Bachkresse, Rumfortsuppe im Brottopf, Stroganoff mit Polenta und eine Weincreme im Apfel. Der proteinhaltige Höhepunkt kam aber erst am Schluss. Geheimnisvoll als „Consommé Melolontha" angekündigt, vernahm man von Weinberger, dass diese Suppe Kranken und Schwachen wieder auf die Beine hilft, äußerst nahrhaft ist und im Geschmack sogar mit einer Krebssuppe mithalten kann.
Suppenspezialität
„Wer sich traut, kann jetzt unsere Maikäfersuppe probieren", schmunzelten Viehhauser und Carlin. Ein Raunen ging durchs Publikum. Die geballte Ladung internationaler Kochkunst und der Umstand, dass man die gereichte Suppentasse mit nach Hause nehmen konnte, nahm aber den Besuchern rasch die Skepsis und fast alle verkosteten die alte heimische Suppenspezialität.
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