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Gießen | Es ist mal wieder so weit: Von September bis Ende Dezember ist Erntezeit für Trüffel.
Sie wachsen 5-30 cm unter der Erde in kalkartigem Boden und Höhenlagen von 200 bis 700m ü. M. , dieTrüffel. Sie sind in der ganzen Welt verbreitet und kommen von Nordengland bis Neuseeland fast überall vor. Die weltweit größten Produzenten sind Frankreich und Neuseeland.
Da der Trüffel einen starken Geruch verströmt, wird er vom Trüffelhund oder -schwein gefunden. In Italien allerdings sind Schweine zur Trüffelsuche verboten, da sie an den Wurzelspitzen der wertvollen Pilze größere Schäden anrichten.
Beim Trüffel handelt es sich um den teuersten Speisepilz überhaupt. Ein Kilo weiße Trüffel kostet bis zu 9.000 Euro. Man kann sie fein über Nudeln hobeln oder zum Verfeinern von Saucen verwenden, sie sind also eine würzende Zutat. Damit sich Geruch und Geschmack der Trüffel entfalten können, braucht es einen Geschmacksträger. Am besten eignen sich Butter und Eigelb.
Ein vorzügliches Trüffelmenü, das der Chefkoch persönlich zusammengestellt hatte, konnten die Gäst am vergangenen Wochenende in verschiedenen Gängen den Trüffel auf unterschiedlichsten Geschmacksträgern kosten. So gab es den Edelpilz nicht nur in Verbindung mit einem frittierten Ei, Tagliatelle, Kartoffelmousselin oder Honig, sondern sogar in zusammen mit Eis. Wahre Köstlichkeiten!
Dazu erklärte der Sommelier mithilfe einer Power Point-Präsentation die unterschiedlichen Bedingungen für den Weinanbau oder die verschiedenen Rebsorten, alles bezogen auf das Piemont, und schenkte die stets zum Gericht passenden Weine ein. Frei nach Goethes Worten "Das Leben ist viel zu kurz um schlechten Wein zu trinken" genossen die Gäste an diesem Abend fünf verschiedene Weine, unter anderen auch einen edlen Barolo Cannubi 2001...Astrid Patzak-Schmidt |