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BITTERFELD/MZ. Von der Gaststätte aus hat man einen wunderbaren Blick auf den Goitzschesee, ebenso von der Terrasse aus, die 150 Leuten Platz bietet. Dabei kann man zwischen sonnigen und schattigen Plätzen wählen - dank der immensen Markise über einem Teil der Freifläche, "die bis Windstärke 9 standhält", wie Sven Buhrandt versichert. Er ist der Inhaber des "Marinaparks" an der Seepromenade, der seit Mittwoch offiziell eine Bereicherung für die Goitzsche ist.
Neben Restaurant und Eiscafé bietet das neue Haus als besondere Attraktion eine Bowlinganlage samt Bar. Und genau diese Verbindung zwischen Gastronomie und Freizeitangebot ist es, die Sven Buhrandt optimistisch in die Zukunft blicken lässt. "Wir haben etwas gesucht, was die Gäste auch bei schlechtem Wetter oder im Winter herzieht." Und wenn sich diese Angebote häufen im Umfeld, werde man Touristen sicher bald auch für längere Aufenthalte in die Region locken können.
Für Buhrandt selbst ist die Gegend schon seit dem Jahr 2000 ein Betätigungsfeld. Damals betrieb er noch Pizzeria und Eiscafé in Gräfenhainichen, kam mit seinem Eis-Bus her. "Da stand noch kein Pegelturm, da haben sich die Leute schon unser Eis schmecken lassen", erzählt der 42-Jährige. Das produziert er heute noch selbst in Gräfenhainichen, Pizzeria und Café dort hat er wegen der neuen Einrichtung voriges Jahr aufgegeben.
Geplant, sich in der Goitzsche anzusiedeln, hatte er schon länger. Allerdings, so berichtet er, habe sich das ganze Prozedere mit Grundstückserwerb, Genehmigungen usw. länger hingezogen als gedacht. Und als Anfang 2008 alles in Sack und Tüten war, habe die Zeit für den Neubau bis zum Saisonbeginn nicht gereicht. "Also haben wir voriges Jahr erst mal mit dem Eispavillon und der Terrasse begonnen", erklärt er. Im Oktober dann war Baustart, "und weil der Plan schon lange stand, haben wir den Termin trotz des harten Winters einhalten können".
Entstanden ist ein geschmackvolles Ambiente, das verschiedenen Ansprüchen gerecht werden soll. Es gibt gutbürgerliche deutsche Küche ebenso wie italienische Gerichte, und auch auf gefüllte Reisebusse ist man eingestellt. Und nicht zuletzt hat Buhrandt mit Weitsicht geplant: Indem er Solarenergie für die Warmwasseraufbereitung nutzt und über eine Erdwärme-Heizung verfügt, die im Sommer als Klimaanlage arbeitet.
Ein besonderes Schmückstück ist die Bowlinganlage geworden, deren Wände durch einen Künstler mit 3-D-animierten Unterwasserbildern verziert wurden.

http://www.mz-web.de

 
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