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Spitzenköche unter dem Sternedruck werfen die Kochlöffel |
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FRANKREICH (Paris) - Natürlich sind drei Sterne im "Guide Michelin" ein toller Erfolg.
Aber der spanische Spitzenkoch Ferran Adria hat keine Lust mehr, 15 Stunden täglich in der Küche zu arbeiten. Der britische Modemacher John Galliano würde wohl auch nicht gern "in der Fabrik arbeiten", sagt der sogenannte Papst der Molekularküche. Adria schließt sein Sternerestaurant El Bulli deshalb in zwei Jahren. Vorübergehend, wie er sagt.
Um neue Energie zu tanken. Er ist in guter Gesellschaft mit diesem Entschluss: In den vergangenen Jahren haben schon mehrere Sterneköche wie Alain Senderens und Joël Robuchon nicht die Waffen, sondern den Kochlöffel gestreckt.
Dass Adria sein Lokal ab 2012 für zwei Jahre dichtmacht, überrascht seinen französischen Kollegen Patrick Jeffroy nicht. Jeffroys Restaurant in Carantec in Westfrankreich trägt zwei Michelin-Sterne. Und der 42-jährige Franzose ächzt genauso unter dem Druck, den die Auszeichnung in der "Gastronomiebibel" mit sich bringt. "Man wird in einen Strudel gezogen", sagt Jeffroy. Als Sternekoch müsse man immer noch besser sein, dürfe nie hinter den Erwartungen der anderen zurückbleiben - und das "bei einem 18-Stunden-Tag"...www.yoopress.com |